Hochwertige Kunststoffspritzgussteile

Beim Spritzguss handelt es sich um ein urformendes Verfahren, das vor allem in der Kunststofftechnik von großer Bedeutung ist und sich hervorragend für die Herstellung von geometrisch komplexen Bauteilen und Baugruppen aus Kunststoff eignet. Das Verfahren basiert technisch auf dem Einsatz einer Spritzgießmaschine, in der der zu verarbeitende Werkstoff zunächst verflüssigt und anschließend unter hohem Druck in ein Spritzgusswerkzeug eingespritzt wird. 

Das Spritzgießen erlaubt es dem Anwender, Bauteile mit einer fast beliebigen Form und Oberflächenstruktur auch in großen Serien wirtschaftlich und schnell herzustellen. Egal ob eine besonders komplexe Bauteilgeometrie, eine glatte Oberflächenstruktur, eine bestimmte Gravur oder ein außergewöhnlicher Farbeffekt gefordert ist – mit dem Spritzguss können Sie fast allen Anforderungen der modernen Kunststofftechnik gerecht werden.

Die Vorteile des Kunststoffspritzgießens haben dazu geführt, dass das Verfahren heute in vielen Branchen verbreitet ist:

  • In der Regel ist nur eine geringe oder gar keine Nachbearbeitung des Bauteils erforderlich.
  • Das Verfahren kann weitgehend automatisiert werden und weist daher geringe Lohnkosten auf.
  • Mit einem einzigen Spritzgusswerkzeug können viele Tausende Kunststoffteile in kurzer Zeit gefertigt werden.
  • Das Verfahren weist eine besonders hohe Reproduziergenauigkeit auf.
  • Der Rohstoff wird in nur einem Bearbeitungsschritt zum fertigen Bauteil verarbeitet.
  • Das Verfahren erlaubt die Fertigung von Kunststoffteilen mit einem Gewicht in der Größenordnung von 0,001 g bis 100 kg.


Die Herstellung von Kunststoffspritzgussteilen im Detail

Auch wenn sich der Kunststoffspritzguss je nach Anwendung teils im Detail unterscheidet, ist das grundsätzliche Vorgehen in der Regel immer gleich. Zunächst wird der Rohstoff in Granulat- oder Pulverform in der Schnecke der Spritzgussmaschine plastifiziert, um es in einen fließfähigen Zustand zu überführen. Im Anschluss wird der flüssige Kunststoff mithilfe des axialen Vorschubs der Schnecke unter hohem Druck in das Werkzeug eingespritzt.

Um das dabei entstehende Formteil schließlich entnehmen zu können, muss der flüssige Kunststoff – wenn es sich dabei um einen Thermoplasten handelt – zunächst unter die Erstarrungstemperatur abgekühlt werden. Handelt es sich hingegen um vernetzende Formmassen, so erfolgt zunächst eine Beheizung des Werkzeugs zur Auslösung des Vernetzungsvorgangs. Im Anschluss wird das Kunststoffteil mithilfe einer in das Werkzeug integrierten Auswerfereinheit entformt und kann bei Bedarf noch nachbearbeitet werden.
Vor allem das Werkzeug muss bei der Herstellung von Kunststoffspritzgussteilen hohen Belastungen standhalten und höchsten Anforderungen an die Toleranzen und die Formgenauigkeit genügen. Das Werkzeug macht bei der Fertigung von Kunststoffteilen einen großen Teil der Herstellungskosten aus. Da es in der Regel viele Tausend Mal verwendet werden kann, können die Kunststoffteile dennoch sehr wirtschaftlich hergestellt werden.

Kunststoffspritzgussteile von Sauer und Sohn – formgenau und hochwertig

Bei Sauer und Sohn bieten wir Ihnen von der Entwicklung über den Werkzeugbau bis zum eigentlichen Spritzguss die komplette Fertigungskette aus einer Hand an. Das Ergebnis lässt sich sehen: Unsere Kunststoffspritzgussteile genügen höchsten technischen Anforderungen und können zu besonders attraktiven Konditionen hergestellt werden.

Unser Leistungsspektrum ist vielfältig und reicht von der Herstellung hochwertiger Prototypen bis zu Kleinst- und Kleinserien. Wir haben die Möglichkeit, auf Spritzgussmaschinen formkomplexe Kunststoffteile mit einer maximalen Abmessung von 1.600 bis 1.200 mm herzustellen. Ob Nischenprodukt, Versuchsträger oder Prototyp – wir sind der richtige Ansprechpartner rund um den Kunststoffspritzguss.

Kategorie:
Formentechnik
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